ULC Steinangerl - Götzens


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Winter 2008

Chronik

11.04.2009 - ULC auf dem Gamskogel (2659m)
Die Wetterbericht für den Samstag kündigte Föhn an. Aus früherer Paragleiterzeit wusste ich, dass die Kalkkögel durch die hohen Stubaier recht geschützt bleiben sollten.
So entschieden wir uns auf den 2659m hohen Gamskogel, westlich des Seejöchls, zu gehen. Zeitig in der Früh ging es los, da der Lawinenwarndienst eine rasche tageszeitliche Erwärmung ankündigte. Die Anfahrt zur Kemater Alm war zwar möglich, aber recht spannend, denn erst nachdem wir Ketten angelegt hatten konnten wir die Fahrt fortsetzen. In totaler Einsamkeit ging es im Fuße der Kalkkögel zum Seejöchl, wo uns die ersten Sonnenstrahlen erwischten. Kurz unterhalb des Gipfels entschieden wir uns Richtung Seealmböden (ca. 250 Hm) abzufahren. Der Schein trügte nicht und wir erwischten einen perfekten Firn und das bereits um 9 Uhr Vormittags. Wieder aufgefellt ging es in der Sonne über die westliche Seite zum Gipfel. Nach einer Weile in absoluter Stille machten wir uns daran, das highlight des Tages in Angriff zu nehmen. Die 600Hm lange und 40 Grad steile Nordrinne wartete auf uns und hielt was sie versprach. Kaum zu glauben, aber wir hatten noch Pulver mit einem ganz leichten Harschdeckel, der sich aber problemlos durchdrücken lies. Im unteren Teil war es wie eine perfekt präparierte Piste und wir konnten bei äußerst griffigen Verhältnissen unsere carving Künste auspropieren. Eine gewaltige Tour in totaler Einsamkeit in Blickweite der Landeshauptstadt, wo gibt es das.
Gamskogel, wir kommen wieder.

Schlicker Seespitze
Gamskogel
Nordrinne

28.02.2009 - ULC auf dem Axamer Kögele (2097m)
Die am Vortag vom Tiroler Lawinenwarndienst angekündigte Lawinenwarnstufe 4, ließ uns an diesem Tag kein Risiko eingehen und so entschieden wir uns für den Aufstieg auf das Axamer Kögele.
Traditionell ging es bei traumhaftem Winterwetter zeitig in der Früh los. Die ersten steilen Höhenmeter waren schnell überwunden und so ging es in einem recht zügigem Tempo weiter. In 1 h 40 min erreichten wir den Gipfel. Nach einer kurzen Pause stiegen wir 50 Höhenmeter weiter auf und fuhren bei teilweise Pulverschnee und besten Pistenbedingungen Richtung Axamer Lizum ab.
Wieder aufgefellt ging es auf das 2098m hohe Birgitz Köpfl. Nach ca. 50min erreichten wir unser Endziel und liesen den Tag, bei einigen Bierchen ausklingen.

Am Gletscherfeld
Am Gletscherfeld
Am Gletscherfeld

31.01.2009 - ULC auf dem Zwieselbacher Roßkogel (3085m)
Nach dem Moto "Der frühe Vogel fängt den Wurm", ging es wieder zeitig in der Früh, bei frostigen -14 Grad los. Bereits um 10 nach 7 legten wir die ersten Schritte in die bereits gelegte Spur. Die äußeren Bedingungen waren ideal, denn im Inntal legte sich ein zäher Hochnebel nieder, der sich den ganzen Tag nicht mehr auflösen sollte. Ab Gries war dann allerdings schönstes Wetter, bei strahlend blauem Himmel. Es hatte einige Tage zuvor geschneit und die Lawinenwarnstufe wurde bereits auf "mäßig" reduziert. Wir gingen die Tour bewusst etwas langsamer an, da wir bereits wussten, dass noch lange 7,5 km und 1450 HM vor uns waren. Dennoch war die "erste Zwing" bereits nach 50 Minuten erreicht und auch ohne Probleme überwunden. Hier konnten wir anschließend erkennen, dass nur 7 Spuren vom Vortag im Schnee waren und wir dann die nächsten sein würden. So ein Glück auf diesem beliebten Tourenberg hat man selten. 1h Stunde später war dann auch die zweite Zwing überwunden. Der Rückgang des Gletschers ermöglichte einen direkten Aufstieg zum Gletscherboden und machte die Umgehung nicht mehr notwendig. Auf dem Gletscherfeld erhaschten wir dann die ersten Sonnenstrahlen und genossen die letzte 1/2h auf den Gipfel. Nach 3 Stunden war der Gipfel erreicht und wir freuten uns nach einer Stärkung auf die Abfahrt, die hielt, was wir schon beim Aufstieg bemerkten. Perfekter Pulver!
Wir liesen dann noch die Tour in Gries bei einigen Bierchen ausklingen.

Am Gletscherfeld
Blick ins Inntal
Am Gipfel

03.01.2009 - ULC auf der Lisener Villerspitz (3026m)
Die Nachwehen der Silvesterfeierlichkeiten waren verflogen und so ging es zeitig um 8 Uhr auf die Villerspitz. Schon bei der Anreise rutschte das Thermometer des Autos recht tief und so startete man bei -17 Grad. Die erste 400 HM waren wie immer bei dieser Tour eine ordentliche Plackerei, zumal eine alte Spur nicht mehr zu gebrauchen war und sie im oberen Teil falsch angelegt war. Anschließend ging es durch herrliches, unverspurtes Schigelände Richtung Hochgrafljoch und dann rechts ab zur Einsattelung. Hier musste fast schon tradtionell das Schidepot gemacht werden und die letzen 180HM zu Fuß auf den Gipfel - teilweise ausgesetzt - zurückgelegt werden. Die Abfahrt hatte alles, von tragfähigem Harsch, Bruchharsch bis zu Pulverschnee alles zu bieten. Müde erreichten wir wieder das Ausgangsziel, und es ist klar, dass die Villerspitze in Lisens wohl zu den anspruchvollsten Skitouren im Sellrain zählt.

Blickrichtung Praxmar
Nebel im Inntal
Blickrichtung hohe Villersptize

31.12.2008 - ULC auf der Kesselspitz (2728m)
Am Mittwoch den 31.12.2008 ging es zeitig in der Früh los Richtung Gschnitztal. Der Ausgangspunkt "Bichl" in Trins war schnell erreicht. Pünktlich um 8 Uhr ging es los. Zu Beginn durch Hohl- bzw. Forstwege erreichten wir schnell das offene Schigelände. In einer traumhaften Kulisse stiegen wir zügig zur Kugelwand auf und bekamen dann die ersten Vorboten des Föhns zu spüren, welcher sich später dann wieder beruhigte. Anschließend war der Aufstieg auf die 2728m hohe Kesselspitz nur mehr Formsache. Bei traumhaften Wetterbedingungen und ausgezeichneten Schneeverhältnissen fuhren wir wieder ins Tal ab und schlossen die Skitour bei einem gemütlichen Bier ab.

Blickrichtung zur Kugelwand
am Fuße der Kugelwand
der imposante Habicht

27.12.2008 - ULC auf der Schneespitze (3173m)
Am 27.12. ging es wieder Richtung Pflerschtal. Die Bedingungen und die Erfahrung von der Maurerspitze erlaubten die äußerst schwierige, aber umso traumhaftere Tour auf die 3175m hohe Schneespitze. Anfangs wieder Richtung Ochsenalm, ging es diesmal rechts ab und sofort rassig über sehr steile Hänge Richtung Magdeburger Hütte. Anschließend ging es über die relativ sanften Gletscher zum steilen Gipfelhang der weiters auch keine Schwierigkeiten bot. Dann noch 10 min. flach bis zum Gipfel. Die Abfahrt war wie erwartet der totale Wahnsinn und wir ließen die 1800HM Aufstieg bzw. Abfahrt gemütlich bei einem netten Gasthaus in Stein ausklingen.

auf dem See
im Blick die Schneepspitze
vereistes Kreuz

26.12.2008 - ULC auf der Maurerspitze (2628m)
Am 26.12.2008 ging es wieder zeitig in der Früh los Richtung Pflerschtal. Ausgangspunk für diese Tour ist Stein, wo man sehr gut parken kann. Anfangs eher flach den Forstweg entlang zur Ochsenhütte und dann links abbiegend Richtung Halterhütte. Hier beginnt nun das schöne Schigelände. Der letzte steile Hang zum Pfarmbeiljoch bot keinerlei Schwierigkeiten und somit konnten wir das letzte Stück zum Gipfel zu Fuß über den Grat zurücklegen.

vom Gipfle Richtung Pflerschtal
kurz vorm Pfarmbeiljoch
am Gipfel, Hintergrund Wetterspitze

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